EPDM
EPDM: Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
EPDM ist ein synthetischer Kautschuk. Das Material besteht aus Ethylen, Propylen und einem Dien. Die deutsche Bezeichnung lautet Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk. Häufig findet man die Abkürzung auch ausgeschrieben als Ethylen-Propylen-Dien-Monomer. Nach den Normen DIN ISO 1629 und ASTM D1418 steht das M für die M-Gruppe. Zur M-Gruppe gehören Kautschuke mit einer gesättigten Hauptkette. Am Bau kommt EPDM als Dachbahn und als Werkstoff für Dichtungen zum Einsatz.
Aufbau von EPDM
Der Ethylenanteil liegt üblicherweise zwischen 40 und 80 Prozent. Der Propylenanteil liegt zwischen 20 und 50 Prozent. Der Diengehalt beträgt bis zu 12 Prozent. Als Dien dient zum Beispiel Ethylidennorbornen. Seine Doppelbindungen liegen in den Seitenketten. Dadurch lässt sich EPDM mit Schwefel vulkanisieren. Beim Vulkanisieren wird der Kautschuk zu Gummi vernetzt.
Eigenschaften von EPDM
Die gesättigte Hauptkette macht EPDM beständig gegen Witterung, UV-Strahlung und Ozon. Zugleich ist EPDM elastisch. Nicht beständig ist EPDM gegen Mineralöle, Treibstoffe, Fette und Lösungsmittel.
EPDM am Dach
Die Dachbahn aus EPDM deckt Flachdächer und flach geneigte Dächer ab. Typische Einsatzorte sind Carports, Garagen und Nebengebäude. Auch ein Pultdach lässt sich mit EPDM eindecken. In Europa sind EPDM-Dachbahnen seit etwa 1980 bekannt.
Für die Verlegung von EPDM-Dachbahnen gibt es drei Methoden:
- vollflächig verklebt
- lose mit Auflast verlegt
- mechanisch befestigt
EPDM bei Holz-Blech
Auch Dichtungen bestehen oft aus EPDM. Ein Beispiel sind die Dichtscheiben an Bohrschrauben für Trapezblech.
Holz-Blech führt EPDM-Sets für Flachdächer in zwei Größen. Die Sets haben die Maße 4570 x 6200 mm und 7620 x 6200 mm. Flächenkleber und Anleitung liegen jedem Set bei.





