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15.02.19

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Gartenhaus imprägnieren: Tipps für den perfekten Schutz

Gartenhaus aus Holz imprägnieren: Die Grundlage für jahrelange Freude

Da steht es nun, Ihr Holz-Gartenhaus. Nordische Fichte, unbehandelt und ein echtes Schmuckstück im Garten. In der ersten Saison leuchten die Farben des Holzes noch schön warm in der Sommersonne, eingebettet in das satte Grün Ihres Gartens.

Doch schon ein Jahr später ist es anders: Die Oberfläche ist grau und stumpf, dem Fichtenholz können Sie Monat für Monat beim Altern zusehen und schließlich fängt es auch noch an zu faulen – als wäre es bereits Jahrzehnte alt. Das war ein kurzer Spaß – doch warum eigentlich? Schließlich hat das Gartenhaus nicht gerade wenig Geld gekostet.

Ein kleiner Trost: Egal ob Sie 400 oder 4.000 Euro ausgegeben hätten, ohne Imprägnierung hält keines lange durch. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie Ihr Gartenhaus richtig imprägnieren, damit Sie lange Freude daran haben!

Imprägnierschutz: Am besten schon beim Aufbau

Ihr Gartenhaus wird unbehandelt geliefert. Und damit ist es ein wenig wie mit der eigenen Haut: Ohne ausreichenden Schutz machen ihr Nässe und Kälte auf Dauer sichtbar zu schaffen –  denken Sie einmal an das wettergegerbte Gesicht eines Seemanns. Keine Creme der Welt schafft es, diese tiefen Falten und Furchen hinterher zu beseitigen. Und wenn das Holz Ihres Gartenhauses einmal durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist die Lage ähnlich aussichtslos. Bläue und Pilzbefall sind nicht die einzigen Folgen, denn ein unbehandeltes Gartenhaus ruft auch Insekten und weitere Schädlinge auf den Plan, die in sich in den Blockbohlen pudelwohl fühlen werden.

Wann ist also der richtige Zeitpunkt, um sein Gartenhaus gegen Feuchtigkeit, Nässe und Eindringlinge zu schützen? Ganz genau: Schon beim Aufbau.

Der grundlegende Schutz für Gartenhäuser heißt Imprägnierung. Sie dringt nur wenige Millimeter ins Holz ein und schützt dauerhaft nur zusammen mit einem Anstrich, der regelmäßig erneuert wird. Dabei bremst sie das Eindringen von Feuchtigkeit in die offenporige Struktur des Holzes. Es ist deshalb so wichtig, dass Sie schon beim Aufbauen Ihr Gartenhaus imprägnieren, weil es Stellen gibt, an die Sie später dazu nicht mehr rankommen. Das sind die Schwachstellen und hier hat die Feuchtigkeit leichtes Spiel, um ins Holzinnere einzudringen. Schon nach relativ kurzer Zeit würde es beginnen von innen nach außen zu faulen, während sich an der Oberfläche schon längst Bläue gebildet hat.


Wie gehe ich beim Imprägnieren vor?

Sie benötigen zum Gartenhaus imprägnieren lediglich drei Utensilien:

  • Farblose Imprägnierung
  • Pumpspritze
  • Pinsel
  1. In der Regel werden die Gartenhaus-Teile in Folie verpackt geliefert. Schneiden Sie diese auf und legen Sie sich die einzelnen Teile gemäß Wandplan zurecht.

  2. Nun füllen Sie die Imprägnierflüssigkeit in die Pumpspritze und beginnen damit, die Nut und Federverbindung der einzelnen Blockbohlen einzusprühen.

  3. Anschließend gehen Sie weiter nach Bauplan vor, aber denken Sie daran: Es gibt Stellen, an die kommen Sie hinterher nicht mehr ran. Imprägnieren Sie also auch die Fußbodenbretter von unten und die Dachbretter von oben, bevor Sie mit der Dacheindeckung beginnen.

  4. Nun sind die Wände und die Tür von der Außenseite dran. Arbeiten Sie die Imprägnierung nach dem Aufsprühen noch mit einem Pinsel sorgfältig in das Holz ein, sodass auch die letzte Holzzelle optimalen Imprägnierschutz abbekommt.

  5. Wichtig: Die Innenseiten sollten Sie nur dann einsprühen, wenn Sie Gartengeräte oder ähnliches darin lagern möchten. Halten Sie sich hingegen darin auf, gibt es dafür spezielle Wohnraumlasuren, die hier für einen ausreichenden Schutz sorgen.

  6. Nach ein bis zwei Tagen, nachdem die Imprägnierung nun durchgetrocknet ist, sollten Sie Ihr Gartenhaus streichen – entweder mit einer Lasur oder mit einer schönen Landhausfarbe. Lassen Sie allerdings nicht zu viel Zeit zwischen dem Imprägnieren und dem Streichen vergehen. Bei der HK Lasur von Holz-Blech folgt der zweite Anstrich nach 6 bis 8 Wochen, weil das Holz noch arbeitet. Streichen Sie bei einer Holzfeuchte bis 18 Prozent und beachten Sie bei anderen Mitteln die Herstellerangabe.

  7. So schützen Imprägnierung und Deckanstrich zusammen die Holzoberfläche. Ob ein Mittel gegen Pilze oder Insekten wirkt, steht in der Herstellerangabe des Produkts.

Pflege und Wartung des Gartenhauses

Kontrollieren Sie den Anstrich Ihres Gartenhauses mindestens einmal im Jahr. Nach dem Zustand entscheiden Sie, ob eine Wartung nötig ist.

Achten Sie auf:

  • Risse, abgeplatzte Stellen, vergraute Flächen und rohes Holz
  • den Zustand der Holzverbindungen
  • Hirnholz, also die Schnittenden der Bohlen

Erneuern Sie den Anstrich, bevor die Witterung die Holzoberfläche freilegt. Wie oft Sie streichen, hängt von Anstrich, Farbton und Lage ab. Lasuren brauchen früher einen neuen Anstrich als deckende Farbe. Helle Farbtöne und Wetterseiten verkürzen den Abstand. Maßgeblich sind der Zustand und die Herstellerangabe des Mittels. Bei Imprägnier- und Dünnschichtlasuren lohnt die erste Wartung früher, damit sich Trocknungsrisse im Holz schließen.

Vor dem neuen Anstrich reinigen Sie die Fläche. Zum Reinigen nehmen Sie eine Bürste mit Kunststoff- oder Messingborsten. Stahlborsten können die Oberfläche verfärben. Entfernen Sie losen Altanstrich. Intakten Anstrich schleifen Sie leicht an. Eine Lasur erneuern Sie großflächig, sonst entstehen Farbtonunterschiede. Deckende Farbe lässt sich auch stellenweise ausbessern.

Regenwasser soll vom Gartenhaus ablaufen. Halten Sie den Sockelbereich frei von Erde, Laub und Pflanzen, damit das Holz nicht im Spritzwasser oder im Erdreich steht. Wie Sie den Untergrund vorbereiten, steht im Beitrag zum Fundament von Gartenhäusern.

Reinigen Sie die Dachrinne einmal im Jahr von Laub. Sehen Sie sich das Dach nach Unwettern und nach der Schneeschmelze an.

Holz soll trocken bleiben. Ab einer Holzfeuchte über 20 Prozent wachsen Pilze leichter. Lüften Sie das Gartenhaus regelmäßig, damit sich innen kein Kondenswasser hält.

Fazit: Vorher Gartenhaus imprägnieren, hinterher jahrelang daran erfreuen

Wenn Sie bedenken, dass bereits eine so einfache Maßnahme Ihnen noch viele schöne Jahre mit Ihrem Gartenhaus bescheren wird, sollten Sie das Imprägnieren auf keinen Fall vernachlässigen. Tragen Sie die Imprägnierung am besten direkt beim Aufbau auf und erneuern Sie die Lasur oder Farbe darüber nach Herstellerangabe regelmäßig.

Nutzen Sie eine praktische Pumpspritze, sprühen Sie die später unerreichbaren Stellen sowie die übrigen Flächen mit einer farblosen Imprägnierung ein und pinseln Sie diese hinterher mit einem ins Holz ein. Lassen nach dem Trocknen einen ersten, später einen zweiten Anstrich folgen. Ob es eine Lasur oder eine Landhausfarbe sein soll, ist reine Geschmacksache.

Imprägniergrund und Lasuren für Gartenhäuser und andere Holzbauten finden Sie bei Holz-Blech unter Farben und Imprägnierung.  

Titelfoto: Adobe Stock #110177520 

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