Gartenhaus imprägnieren: Tipps für den perfekten Schutz

Die Grundlage für jahrelange Freude

Da steht es nun, Ihr Holz-Gartenhaus. Nordische Fichte, unbehandelt und ein echtes Schmuckstück im Garten. In der ersten Saison leuchten die Farben des Holzes noch schön warm in der Sommersonne, eingebettet in das satte Grün Ihres Gartens. Doch schon ein Jahr später ist es anders: Die Oberfläche ist grau und stumpf, dem Fichtenholz können Sie Monat für Monat beim Altern zusehen und schließlich fängt es auch noch an zu faulen – als wäre es bereits Jahrzehnte alt. Das war ein kurzer Spaß – doch warum eigentlich? Schließlich hat das Gartenhaus nicht gerade wenig Geld gekostet. Ein kleiner Trost: Egal ob Sie 400 oder 4.000 Euro ausgegeben hätten, ohne Imprägnierung hält keines lange durch. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie Ihr Gartenhaus richtig imprägnieren, damit Sie lange Freude daran haben!

Imprägnierschutz: Am besten schon beim Aufbau

Ihr Gartenhaus wird unbehandelt geliefert. Und damit ist es ein wenig wie mit der eigenen Haut: Ohne ausreichenden Schutz machen ihr Nässe und Kälte auf Dauer sichtbar zu schaffen –  denken Sie einmal an das wettergegerbte Gesicht eines Seemanns. Keine Creme der Welt schafft es, diese tiefen Falten und Furchen hinterher zu beseitigen. Und wenn das Holz Ihres Gartenhauses einmal durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist die Lage ähnlich aussichtslos. Bläue und Pilzbefall sind nicht die einzigen Folgen, denn ein unbehandeltes Gartenhaus ruft auch Insekten und weitere Schädlinge auf den Plan, die in sich in den Blockbohlen pudelwohl fühlen werden. Wann ist also der richtige Zeitpunkt, um sein Gartenhaus gegen Feuchtigkeit, Nässe und Eindringlinge zu schützen? Ganz genau: Schon beim Aufbau.

Der grundlegende Schutz für Gartenhäuser heißt Imprägnierung. Diese sorgt dafür, dass keine Nässe in die offenporige Struktur des Holzes eindringen kann. Es ist deshalb so wichtig, dass Sie schon beim Aufbauen Ihr Gartenhaus imprägnieren, weil es Stellen gibt, an die Sie später dazu nicht mehr rankommen. Das sind die Schwachstellen und hier hat die Feuchtigkeit leichtes Spiel, um ins Holzinnere einzudringen. Schon nach relativ kurzer Zeit würde es beginnen von innen nach außen zu faulen, während sich an der Oberfläche schon längst Bläue gebildet hat.


Wie gehe ich beim Imprägnieren vor?

Sie benötigen zum Gartenhaus imprägnieren lediglich drei Utensilien:

  • Farblose Imprägnierung
  • Pumpspritze
  • Pinsel

In der Regel werden die Gartenhaus-Teile in Folie verpackt geliefert. Schneiden Sie diese auf und legen Sie sich die einzelnen Teile gemäß Wandplan zurecht. Nun füllen Sie die Imprägnierflüssigkeit in die Pumpspritze und beginnen damit, die Nut und Federververbindung der einzelnen Blockbohlen einzusprühen. Anschließend gehen Sie weiter nach Bauplan vor, aber denken Sie daran: Es gibt Stellen, an die kommen Sie hinterher nicht mehr ran. Imprägnieren Sie also auch die Fußbodenbretter von unten und die Dachbretter von oben, bevor Sie mit der Dacheindeckung beginnen. Nun sind die Wände und die Tür von der Außenseite dran. Arbeiten Sie die Imprägnierung nach dem Aufsprühen noch mit einem Pinsel sorgfältig in das Holz ein, sodass auch die letzte Holzzelle optimalen Imprägnierschutz abbekommt.

Die Innenseiten sollten Sie nur dann einsprühen, wenn Sie Gartengeräte oder ähnliches darin lagern möchten. Halten Sie sich hingegen darin auf, gibt es dafür spezielle Wohnraumlasuren, die hier für einen ausreichenden Schutz sorgen. Nach ein bis zwei Tagen, nachdem die Imprägnierung nun durchgetrocknet ist, sollten Sie Ihr Gartenhaus streichen – entweder mit einer Lasur oder mit einer schönen Landhausfarbe. Lassen Sie allerdings nicht zu viel Zeit zwischen dem Imprägnieren und dem Streichen vergehen. Nach dem ersten Anstrich sollten Sie ein bis zwei Wochen später noch einen zweiten folgen lassen. So ist Ihr Gartenhaus sowohl gegen Feuchtigkeit, Fäulnis Bläue, Pilzbefall und Insekten, als auch gegen die UV-Strahlung der Sonne geschützt.

Fazit: Vorher Gartenhaus imprägnieren, hinterher jahrelang daran erfreuen

Wenn Sie bedenken, dass bereits eine so einfache Maßnahme Ihnen noch viele schöne Jahre mit Ihrem Gartenhaus bescheren wird, sollten Sie das Imprägnieren auf keinen Fall vernachlässigen. Zumal Sie sie ohnehin nur einmal aufbringen müssen, nämlich idealerweise direkt beim Aufbau. Nutzen Sie eine praktische Pumpspritze, sprühen Sie die später unerreichbaren Stellen sowie die übrigen Flächen mit einer farblosen Imprägnierung ein und pinseln Sie diese hinterher mit einem ins Holz ein. Lassen nach dem Trocknen einen ersten, später einen zweiten Anstrich folgen. Ob es eine Lasur oder eine Landhausfarbe sein soll, ist reine Geschmacksache.

Titelfoto: Adobe Stock #110177520 

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