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Wie streiche ich ein Gartenhaus?

Ob Neuanstrich oder Renovierung - ein Gartenhaus braucht Schutz vor Feuchtigkeit, Frost und Sonneneinstrahlung, ansonsten währt die Freude seines Besitzers nicht lange. Richtig durchgeführt verwandeln Sie Ihr Gartenhaus mit Lasur oder Deckfarbe in ein wahres Schmuckstück, ganz nach Ihrem Geschmack - ganz gleich ob schlicht, mediterran oder im skandinavischem Chic.

Schritt für Schritt zum perfekten Anstrich

Aufgrund der Lage im Freien müssen Gartenhäuser aus Holz permanent vor starken Wettereinflüssen geschützt werden, rund um die Uhr. Daher gelten auch für den Schutz der Oberfläche hohe Anforderungen an Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit. Hier haben sich offenporige Farben und Lasuren bewährt. Eine gründliche Vorbehandlung der Oberfläche ist dabei Pflicht, denn auch der beste Schutz bleibt wirkungslos, wenn der Untergrund dafür nicht entsprechend vorbereitet wurde. Gehen Sie strukturiert und schrittweise vor und das Ergebnis wird Sie begeistern. 

  • Lasur oder Deckfarbe von hoher Qualität auswählen
  • Sägestaub und abstehende Holzsplitter entfernen
  • Oberfläche des Gartenhauses sorgfältig vorbehandeln
  • Freibleibende Stellen abkleben
  • Mindestens einen Hauptanstrich am Gartenhaus tätigen

Am Anfang steht zunächst die Wahl des Anstrichs. Wenn Sie sich für eine Lasur entscheiden, stehen Ihnen verschiedene Farbtöne zur Auswahl, die allesamt gemeinsam haben, dass die darunterliegende Holzstruktur durchscheint und sichtbar bleibt. Anders ist dies hingegen bei der Verwendung von Deckfarben. Dieser Trend orientiert sich am Look der Häuser in Schweden, Norwegen und in anderen Ländern im hohen Norden wobei die Oberfläche gänzlich überdeckt wird. Allerdings wird lediglich ein einziger Anstrich für das Gartenhaus nicht ausreichend sein, um eine gleichmäßige und vollständige Überdeckung erzielen zu können - hier sind, je nach Farbton, zwei bis drei Schichten nötig, insbesondere dann, wenn ein dunkler Untergrund mit einer leuchtenden Farbe gestrichen werden soll. 

Folgendes vor dem Streichen des Holzes beachten

Bevor Sie mit dem Streichen des Gartenhauses beginnen, müssen Sie dazu das Holz von Staub, Sägemehl und abstehenden Holzfasern entfernen, um es für das Auftragen der Farbe oder Lasur vorzubereiten. Scharfe Kanten sind zuvor mit einem Profiler abzuschrägen, damit sich die neue Deckfarbe sauber über die leicht gebrochene Kante legen kann. Bei neuen Gartenhäusern, die aus einem bläuegefährdeten Holz wie Fichte oder Kiefer bestehen, wird die Oberfläche vorab noch mit einer farblosen Imprägnierung vorbehandelt. Bei einem Renovierungsanstrich durch Lasur, ist bei einer guten Farbe kein Abschleifen nötig. Bei der Renovierung mit Deckfarbe, sollte die Oberfläche des Holzes hingegen stets angeschliffen werden. Diese wird durch die Verwendung von Schleifpapier mit einer Körnung von mindestens 80 am besten geschont. Ein zweiter Schleifgang mit 100er oder gar 180er Schleifpapier vollendet die Vorbereitung der Oberfläche. Empfindliche Stellen können mit einem Deltaschleifer oder einem Schleifklotz bearbeitet werden, wenn ein Bandschleifer hier nicht zur Anwendung kommen kann. Stahlwolle eignet sich zudem hervorragend zum schonenden Schleifen der Verbundstücke von Nut- und Feder-Brettern.

Qualität zahlt sich aus - vom Malerwerkzeug bis zur Farbe

Ihr Gartenhaus sollte Ihnen eine qualitativ hochwertige Farbe wert sein. Diese schützt die Oberfläche des Holzes jahrelang zuverlässig vor widrigen Einflüssen - wer an dieser Stelle spart, muss mit einem unbefriedigenden Ergebnis rechnen. Sorgen Sie ebenfalls für einen sauberen und staubfreien Untergrund, bevor Sie mit dem Anstrich beginnen. Stellen, die nicht gestrichen werden sollen, sind vor dem Anstrich sorgfältig abzukleben. Verwenden Sie eine praktische Schaumstoffrolle, denn dies spart Zeit und sorgt für einen gleichmäßigen Farbauftrag. Für die Feinarbeiten in Ecken und Fugen sollte ein neuer Markenpinsel genutzt werden. Streichen sie außerdem nur bei trockenem Wetter und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, denn ansonsten würde die Farbe ungleichmäßig trocknen. Möchten Sie eine gleichmäßig weiße Tür als Kontrast zu einer intensiven Deckfarbe erzielen, müssen Sie die Oberfläche zunächst farblos imprägnieren, mit einer Absperrgrundierung versehen und anschließend weiß streichen - auf diese Weise verhindern Sie das Durchschimmern von Ästen und erhalten ein hervorragendes Resultat.